Ich sketche, zeichne, male seit quasi immer, mal mehr, mal weniger und habe große Freude daran. Ich arbeite von Wien aus und habe auch beim Reisen immer ein paar Zeichensachen dabei.
Im Moment nehme ich unterwegs immer mit: (*) ein A6-Skizzenbuch mit wenigstens 150 g/m² (Hahnemühlen), (*) einen Füller mit wasserfester Tinte (Rohrer & Klingner), (*) eine Visitenkartenbox mit "Dots" von den wichtigsten Wasserfarben (Schmincke, Van Gogh, ...) (*) und einem Wassertankpinsel (Mastnak).
Wenn ich mehr Zeit habe, nehme ich mit: (*) ein A5-/A4-Skizzenbuch mit festerem und/oder Aquarell-Papier (Hahnemühlen, Canson, ...), (*) kleines Kistl mit 12 halben Näpfchen Wasserfarbe (Schmincke, Van Gogh, ...), (*) Aquarellpinsel, (*) Tuch (altes T-Shirt), (*) einen kleinen Wasserbehälter, (*) Buntstifte und einen weißen Kreidestift (Faber-Castell).
Zuhause gibt es dann eine Kistl mit Restposten von anderen Medien, das manchmal rausdarf.
Ich zeichne meistens unterwegs, also einfach was ich vor mir habe und schaue, welcher Ausschnitt wie umgesetzt gut funktionieren könnte. Dabei greife ich auf eigene Erfahrung zurück, aber auch darauf, was mir bei anderen Künstler:innen und Sketchern gut gefallen hat. Zur Übung kopiere ich gerne auch, wenn mir ein Motiv oder eine Technik besonders gut gefällt - sollte ich eine Kopie hochladen, ist das im Vorschaubild markiert.
Das Favicon (Pinsel in der Adresszeile am PC) stammt vom Benutzer "gstudioimagen" auf vecteezy.com. Alle anderen Bilder sind vor mir und dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden, wenn Interesse besteht, bitte einfach eine kurze Mail schreiben.
Onlinekurse gibt es für ein wenig Geld z.B. bei Domestika oder Udemy, meistens dann mit konkretem Thema (Anatomie, Perspektive, Gebäude, bestimmte Technik, ...). Bei Youtube gibt es einige Künstler:innen, die zeigen, was und wie sie machen, z.B. Karen Rice, Toby Sketch Loose oder Paul Clark. Online gibt es auch hilfreiche Übungsseiten, wie z.B. Line of Action, Reference Angle oder Envato.
Es gibt weltweit in vielen Städten eine eigene Gruppe an Urban Sketchers, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Zeichnen treffen. Wichtig ist: viel üben und probieren!
Das 2,47m x 3,58m große Ölgemälde auf Leinwand, das derzeit in der ungarischen Nationalgalerie in Buda hängt, wurde vom ungarischen Portrait- und Historienmaler Gyula Benzúr gefertigt. Es zeigt die Taufe des "wilden" Vajk, der danach zu Stephan I., dem ersten ungarischen König im Jahr 1000 wird, es ist also Teil des ungarischen Nationalepos.
Gyula Benzúr (1844-1920) hat das Bild im Zuge eines Wettbewerbs des ungarischen Kulturministeriums gefertigt. Benzúr selbst war Sohn eines Apothekers, ist in der heutigen Slowakei aufgewachen, hat seine Ausbildung aber vorrangig in Deutschlang (insbesondere München) erhalten, ab ca. 1861. Zu 1870 gelang der Durchbruch als Gewinner dieses Wettbewerbs mit einem Entwurf, etwa 1875 stellt er dieses Bild fertig. Ab 1876 lehrte er dann selbst in München, wo er auch prestigereiche Aufträge hatte. Ab 1883 war er Direktor eines Ausbildungsinstituts in Budapest.
Die vier prominenten und eindeutig erkennbaren Personen im Bild sind Adalbert von Prag (tschechisch Vojtech), der die Taufe durchführt; vom Betrachter aus zu seiner Rechten Otto III., der deutsche König mit der Reichskrone; Vajk bzw. Stephan (ungarisch Istvan), der gerade getauft wird und vermutlich neben Vajk Emmerich (ungarisch Imre), der Sohn und designierte Nachfolger. Adalbert von Prag war seit 982 Bischof von Prag, hatte aber durch seine Reformpolitik eine wechselhafte Karriere. Otto III. war mit Vajk/Stephan wohl verwandt und unterstützte beim Papst den Wunsch Stephans, die Königswürde zu erlangen. Emmerich war der Sohn Vajks/Stephans, der jung bei einem Jagdunfall starb. Da Stephan eine Nachfolge durch einen heidnischen Verwandten verhindern wollte, machte er nach dem Tod Emmerichs seinen Neffen Peter Orseolo zum Nachfolger. Hinter Otto III. steht ein Mann mit Bischofsstab und Krone, sie schaut der Hauskrone Friedrich III. am ehesten Ähnlich, römisch-deutscher Kaiser im 15. Jahrhundert.
Gegen seine heidnischen Verwandten musste sich Vajk/Stephan öfter durchsetzen, sie waren auch im ersten Bildentwurf in ablehnender Haltung zu sehen. Weitere Personen, die eine Rolle im Leben St. Stephans gespielt haben und daher auf dem Bild sein könnten:
Die starken Kontraste im Bild lenken den Blick zuerst auf die Taufszene mit Adalbert als Täufer, Vajk als Täufling und Taufbecken sowie Kruzifix. Daneben sind allerdings noch zwei helle bzw. kontrastreiche Bereiche, die als zweites bzw. drittes ins Auge fallen: Zum einen Otto III., der eine entscheidende Rolle in der Erlangung der Königswürde gespielt hat und das "christliche Europa" repräsentieren könnte, in das Vajk als Stephan hier Eingang findet; und auf der anderen Seite ein Fenster oder Eingang, durch den Licht hineinkommt und mehrere Flaggen beleuchtet. Die Flaggen sind rot-weiß gestreift, vermutlich die altungarischen Farben der Árpaden, dem Geschlecht, dem Vajk/Stephan entspringt. Die Farbgebung insgesamt ist sehr royal-erhaben: es dominieren in den hellen Bereichen Rot, Gold und Weiß, dazu gesellen sich reich marmorierte und fein geschliffene bzw. polierte Säulen. Bei Betrachtung in Person gibt es auch heute noch viele starke Glanzpunkte.
Quellen: Das Bild ist von Wikimedia Commons, in geringerer Auflösung, die Inhalte sind teils von den deutschen, englischen und ungarischen Wikipediaseiten von Gyula Benzúr, Stephan I., Adalbert von Prag, Otto III., Kronen und Árpaden.
Momentan probiere ich verschiede Möglichkeiten aus, wie ich im Feld mit Acrylfarben malen kann, ohne dass das Gepäck explodiert, es soll leichtes(tes) Gepäck werden. Mein Favorit - bisher nur Indoor erprobt, ist eine Lunchbox, die auch fürs Acrylmalen gut aufgebaut ist: ein kleiner Flüssigkeitsbehälter und eine Einlage, die sich vermutlich gut als Palette eignet. Im Stauraum darunter kommen Farbtuben und Maskingtape hinein. Der Boxdeckel, der mit einem Plastikscharnier befestigt ist, könnte vielleicht als Malunterlage dienen. Damit das klappt, muss ich allerdings noch weiterbasteln, damit der Deckel nicht vollständig niederklappt, sondern einen aufrechten Winkel bewahrt. Sobald das geschafft ist, kann die Betaphase im Feld folgen! Dazu kommt dann noch eine Pinselrolle inkl. Fetzen und Spachtel, und natürlich Papier mit.
Mein Ziel damit ist es, als Backpacktourist in die Toskana zu fahren, und dort mit den Acrylfarben zu malen. Ich kenne das Reisen mit Aquarellfarben, was natürlich etwas leichter und handlicher ist, in der Toskana würde ich allerdings auch gerne mit Acrylfarben malen, die mir grundsätzlich leichter von der Hand gehen. Noch besser wäre vielleicht Öl, allerdings bin ich im Bereich Öl & Acryl noch zu unerfahren, als dass ich mir den Aufwand von Plein Air mit Öl antun würde - allein die Frage, wie die Bilder beim Trocknen gelagert und transportiert werden können, würde mir Kopfweh bereiten. Eins nach dem Anderen.
Update: Im Feld erfolgreich erprobt, hier ist das Ergebnis! Der Boxdeckel als Unterlagenfläche ist halbwegs stabil, und der lilane Einsatz lässt sich hervorragend als Palette benutzen.